Eltern im Gespräch, #4: Katrin und Daniel, Personalvermittlerin & Pharma-Vertreter

SAMSTAG, 1. AUGUST 2015

In unserer Serie ELTERN IM GESPRÄCH befragen wir Mütter und Väter zu ihrem Familienleben, wie der gemeinsame Alltag gemeistert wird und was das Leben hier besonders schön oder anstrengend macht. Unsere nächsten Gesprächspartner sind Katrin (Kate), selbsttitulierte “Promo-Tussi” (Personalvermittlerin für Messen und Promotions) und Daniel, “Pharma-Fuzzi” (eigene Firma für Augenprodukte) mit ihren Kindern Jakob (6 Jahre) und Luis (4 Jahre).

Wie sieht Euer Tagesablauf/Wochenplanung aus? Wie stressig ist es?
Noch ganz hervorragend, da Jakob erst im September in die Schule kommt und dann wird wohl unser wunderbar eingespielter Tagesablauf komplett über den Haufen geschmissen! ANGST!

08:00: Aufstehen und gemeinsames Frühstück im Bett
08:58: Dani geht ins Büro – zwei Häuser weiter
09:30: Kate bringt die Jungs mit dem Fahrrad in den Kindergarten nach Gostenhof
10:00: Kate geht einkaufen
10:30: Kate kommt auch ins Büro und arbeitet nach Bedarf bis ca. 16 Uhr
16:00: Kate holt die Kinder ab, danach Freestyle mit den Kids je nach Laune
19:00: Dani kommt nach Hause, gemeinsames Abendessen
20:00: abwechselnd Kids ins Bett bringen mit Vorlese-Ritualen (jeden Abend dürfen sie sich ein Pixi-Heftchen aussuchen)

Wie kann man das alles vereinbaren?
Wir sind beide selbstständig und so sicher flexibler als manch anderer. Unser wichtigstes Erfolgsrezept: 9 Google-Kalender (Firma Dani, Firma Kate, Kids, Dani und Kate, Die Angerers, usw.) in die jeder einträgt, was er will, wann er will – und der andere muss sich daran halten.

Wer hilft Euch dabei?
Im Alltag: Herr Google! Seit die Jungs aus dem Babyalter raus sind, haben wir einen entspannten Tagesrhythmus. Läuft bei uns! Wir sind ein wortlos (zumindest Dani) eingespieltes Team. Organisation ist das A und O.

In der Freizeit/ am Wochenende: Wir geben uns gegenseitig viele Freiräume und jeder kann (und macht das auch) ausgehen, wann er möchte. Man muss nur als erstes im Kalender stehen. Wir gehen auch noch viel zusammen aus, da wir einfach beide gerne feiern. Vermutlich sind wir gerade deshalb nach 15 Jahren so glücklich zusammen und haben uns bei dem Dauerkinderberufsalltagstrott nicht verloren.

Ein Mal im Jahr darf sich jeder von uns bis zu eine Woche Auszeit von der Famile nehmen. Kate fährt dann mit einer Freundin irgendwohin, genauso ist Dani dann mal weg. Das hilft unheimlich zur Seelenreinigung und man kann sich wieder sammeln und nur auf sich konzentrieren und somit wieder Energie tanken. Danach freut man sich umso mehr wieder aufs Familienleben.

Wie wichtig und hilfreich ist Euch dabei Eure Familie/ Euer Freundeskreis?
Oma, Opa, Bruder Michi und Patenonkel Micele sind unersätzliche Hilfen. Gerade, wenn irgendein Notfall einschlägt. Zusätzlich haben wir ein- bis zweimal im Monat unsere liebe Baysitterin Rascha bei uns, die auch ab und zu übernachtet, wenn wir für eine Nacht mal woanders sind.

Würde es ohne diese Hilfe auch gehen?
Gehen tut alles, aber das Leben wäre viel stressiger. Vor allem emotional würde den Kinder sicher etwas Wichtiges fehlen. All die Bezugspersonen neben den Eltern tun den Jungs unheimlich gut.

Außerdem sind wir ja nicht nur Mutter und Vater, sondern auch immer noch ein Paar und wir legen beide großen Wert darauf, dass das auch so bleibt. Deshalb ist es wichtig für uns, auch mal einen Tag, eine Nacht oder ein ganzes Wochenende nur für uns zu haben. Zum Relaxen, zum Feiern mit Freunden, für einen Kurztrip in eine andere Stadt, etc.

Gibt es Hürden, in Bezug auf Ämter und sonstiges, die Euch beruflich und privat bremsen oder gebremst haben?
Nein. Es gibt sensationell gut gemachtes Infomaterial der BZGA, in dem alles drin steht, worauf man als werdende Eltern achten sollte und man kann sich über die offiziellen Seiten der Ämter online bestens schlau machen. Wichtig ist nur, dass man sich früh genug um alles kümmert, denn Fristen verstecken sich überall.

Was bedeutet Euch soziales Engagement  - und was macht Ihr?
Viel. Wir haben vor sechs Jahren einen Hilfsverein gegründet, der Kinder und Jugendliche in Kambodscha unterstützt: www.banyan-tree-ev.de

Dani ist auch schon ganz scharf darauf, den Elternbeirat in der Schule von Jakob ab September zu entern.

Was können andere Eltern tun - oder Kids?
Das einfachste ist wohl eine kleine Spende pro Monat per Dauerüberweisung. Null Aufwand, hilft aber irgendjemand da draußen trotzdem. Irgendwo selbst mithelfen ist aber ungleich mehr wert.

Was könnt Ihr anderen Eltern besonders empfehlen:

Gastronomie:
In der Stadt und kinderfreundlich: BrotZeit in der Klaragasse.
Wichtig für entspanntes Essen mit den Kids und für gemütliches Weintrinken ist eine Wiese oder Spielplatz in Sichtweite: Tucherbräu, Lederer Kulturbrauerei, Wöhrder Wiese, Schnepperschütz, Omas Garten.
Im Winter: Bratwurst Röslein mit kleiner Spielecke, Frühstücken im Café Arte im Germanischen Nationalmuseum mit betreuten Kindermalkursen für 2 EUR.

Freizeit indoor: 
Möbelhaus Höffner: tolles Kinderspielparadies, Bouldern im Café Kraft, DB-Museum, Seifenblasenmuseum im Kindermuseum

Freizeit outdoor:
Ponyhof Raitersaich, Brunnen vor dem Neuen Museum (Klarissenplatz), Klettergarten Pottenstein (ab 4 Jahren), Erlebnisbauernhof Bräuningshof, Schlauchbootfahren auf der Wiesent oder Kratzmühle im Altmühltal.

Sportmöglichkeiten:
Dorian Schwimmschule in Thon: beide Kids können nach 2-3 Kursen schwimmen, das gibt uns im Urlaub ein viel entspannteres Gefühl. Momentan sind wir auf der Suche nach dem richtigen Fußballclub.

Film: Der Grüffelo

Buch: Marianne Dubuc: Meine große kleine Welt, Carlsen Verlag

Spiel: Dobble, Lotti Karotti

Was noch? Musik: Giraffenaffen, Das Stachelschwein von Volker Rosin

Was würden Eure Kinder besonders empfehlen?
Eis im Glück am Friedrich-Ebert-Platz bzw. gegenüber den tollen Spielplatz. Und natürlich die Rosenau.

Worauf freut Ihr Euch schon besonders, bzw. was steht dieses Jahr noch an?
Hüttenwochenende in Österreich, Finca-Family-Urlaub auf Mallorca, Einschulung Jakob




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Stichwort: Eltern im Gespräch
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